PsychotherapieHP

Irmgard Marx

Entspannungstherapie

Entspannungsübungen sind hilfreich und heilsam. Vor allem natürlich, wenn wir unter Stress stehen. Stress ist eine unwillkürliche Reaktion des menschlichen Organismus auf Stressoren, die aus der Umwelt oder aus dem Inneren des Menschen selbst stammen. Wir kennen körperlichen Stress, Stress am Arbeitsplatz, in der Familie, psychosozialen Stress und Vieles mehr.
Wir unterscheiden zwischen Eustress = positivem Stress, und Disstress = krankmachendem Stress. Eustress ist unentbehrlich für das Überleben. Hier besteht ein Wechselspiel zwischen Arbeit = Anspannung und Erholung = Entspannung. Auf diese Weise werden Sympathikus (Anspannung) und Parasympathikus (Entspannung) in gesundem Maß wechselnd aktiviert. Eustress entsteht bei positiver Herausforderung und Erregung. Disstress entsteht, wenn die Verarbeitungskapazität erschöpft ist, wenn Reizüberflutung den Körper und die Seele in Daueralarm versetzen. Erholungs-und Entspannungsphasen sind zu kurz oder fehlen gänzlich. Die Immunabwehr wird vermindert, körperliche Erregung kann nicht abgebaut werden, es besteht ein chronisch erhöhtes Aktivierungsniveau. Das Stressphänomen hat sich bei allen höheren Tierarten sowie beim Menschen entwickelt. Stress diente ursprünglich als Verteidigungsmechanismus, er warnt vor Gefahren aus der Umwelt war somit eine natürliche Überlebenshilfe. Es ist von Mensch zu Mensch sehr individuell, wie viel Stress empfunden und was als Stress erlebt wird. Sicher ist, dass sich Stress auf jegliche Funktionen des menschlichen Körpers auswirkt.
Sämtliche Entspannungsverfahren sind in ihrer Wirkung letztlich gleich. Sie unterscheiden sich jedoch in Ihrem Zugang zur Entspannung. Diese Zugänge sind atmungszentriert, körperlich oder mental. Ziel ist es, den Körper von der Anspannung(Sympathikus) in die Entspannung(Parasympathikus) zu bringen. Hier haben dann die körperlich orientierten Methoden auch einen psychischen/mentalen Effekt und die psychisch/mentalen Methoden eine körperliche Wirkung. Jeder Mensch ist eine Einheit von Körper und Seele, und kann somit auch nur ganzheitlich reagieren. Um akut Stress zu dämpfen, haben wir Möglichkeiten der Spontanentspannung („Atmung"), der Wahrnehmungslenkung („Ablenkung"), der kontrollierten Abreaktion(„Sport"), des positiven Selbstgesprächs(„zählen", „Wörter"). Sinnvoll ist es natürlich, durch die Therapie langfristig Stress zu reduzieren sowie das instrumentelle und kognitive Stressmanagement zu verändern. Dies ist ein ganzheitlicher Prozess, sollte in die Aktivitäten des täglichen Lebens eingebunden sein und braucht Zeit und Geduld mit sich selbst.

Ich biete, eingebunden in die Psychotherapie, an:
Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen
Progressiv = stetig fortschreitend, Relaxation = Entspannung
Die progressive Muskelentspannung ist ein Entspannungsverfahren, das von allen Menschen und in kurzer Zeit erlernt werden kann. Mit ihr können Menschen schon in kurzer Zeit tiefe und wohltuende Entspannungszustände erfahren. Der Ansatzpunkt der PMR beruht auf der Wechselwirkung zwischen psychischer und muskulärer Spannung und Entspannung. Edmund Jacobson (1885-1976) praktizierte als Internist in Chicago und New York. Er begann 1908 seine Forschungen an der Harvard Universität. Gesucht wurde eine effektive Methode zur Entspannung von Kampfjetpiloten. Seine Forschungen führten ihn zu der Schlussfolgerung, dass psychische Spannungen immer von Muskelverspannungen begleitet werden. Er vollzog den Umkehrschluss, dass die Entspannung der Muskeln sich zugleich positiv auf das Körpergefühl und die Psyche auswirken.
Die PMR ist sehr variabel einsetzbar und ideal zum Entspannen zwischendurch. Sie ist von jeder Altersgruppe (ausgenommen Kleinkinder) durchführbar und hat ein breites Spektrum von Indikationen.

Phantasiereisen
„Gedanken versetzen Berge"
Phantasiereisen sind „Reisen nach innen". Sie machen somit außergewöhnliche Erlebnisse und Erfahrungen möglich. Phantasiereisen vermitteln Entspannung, positive Gedanken und Gefühle. Phantasiereisen sind Hör-Erlebnisse von oft nur fünfzehn bis dreißig Minuten Dauer, in denen der Hörer die Hauptfigur in einer kurzen Geschichte ist. In dieser Zeit erlebt der Hörer einen tiefen Entspannungszustand, in dem ihn die Stimme des Sprechers oder der Sprecherin durch die Handlung führt, wobei er sich seine Umgebung möglichst plastisch vorstellt. Die kraftvollen Vorstellungsbilder, mit denen manche Phantasiereisen arbeiten, wirken nicht nur auf die Psyche des Hörers ein, sondern bewirken auch körperliche Reaktionen, die effektiv zu mehr Wohlbefinden, Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit beitragen können.
Phantasiereisen sprechen besonders die „inneren Sinne" an - vorgestellte Gerüche, Geschmäcker, Tastempfindungen oder Klänge – um das Bewusstsein des Reisenden so intensiv wie möglich ins Geschehen zu versetzen. Die Situationen, die der Phantasiereisende erlebt, lassen den Hörer seine positiven Eigenschaften erfahren – Mut, Zuversicht, Selbstvertrauen und innere Stärke. In ihnen kann der Reisende neue konstruktive Verhaltensweisen und gedankliche Konzepte ausprobieren und sein Repertoire an Ideen und Handlungsmöglichkeiten erweitern. Dadurch kommt der Phantasiereisende in Kontakt mit seinen inneren Ressourcen und kann sie verstärkt in den Alltag einbringen.

Qi Gong
Qi – wird häufig mit Lebensenergie übersetzt, oder auch als Atem des Lebens bezeichnet.
Die Übungen bestehen aus vier Säulen: Atmung, Aufmerksamkeit,Vorstellung und Bewegung.
Qigong ist eine chinesische meditative und konzentrierte Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist. Zur Ausübung gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrations- und Meditationsübungen. Die Übungen dienen der Harmonisierung und Regulierung des Qi-Flusses im Körper. Es gibt einige sehr wohltuende und energiespendende Übungen, die sich wunderbar zu Beginn oder auch am Ende einer Therapiestunde integrieren lassen.

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