PsychotherapieHP

Irmgard Marx

Kinästhetik

Kinästhetik ist die „Lehre von der Bewegungsempfindung". Das Wort Kinästhetik leitet sich ab von:
kineo = bewegen, sich bewegen
aisthesis = Wahrnehmung, Erfahrung
Mit Hilfe der Lehre der Kinästhetik ist es uns möglich, durch erhöhte Achtsamkeit, eine bewusstere Bewegungsempfindung zu erlangen. Das „kinästhetische Sinnessystem" besteht aus Rezeptoren des Stütz- und Bewegungsapparates. In dem wir dieses System sensibilisieren, wird es uns möglich, Bewegung effektiv und angepasst zu gestalten. Die Bewegung unseres Körpers hat unmittelbar Einfluss auf unsere Psyche - das können wir z.B. ganz einfach an dem Unterschied, eines gebeugten oder aufrechten Rückens feststellen. Wenn wir uns körperlich gut „aufstellen", so profitiert auch unsere Seele davon. Mit unserer Haltung können wir unser Gemüt beeinflussen, können uns schützen, und unseren Willen verfolgen. Die Lehre der Kinästhetik kann für jedermann in den unterschiedlichsten Lebensbereichen sinnvoll unterstützend sein. Pflegende Angehörige, Eltern mit Kleinkindern, Menschen im Umgang mit Behinderten, Menschen die in ihrem Beruf körperlich stark beansprucht sind - in allen alltäglichen Handlungen kann hier Aufmerksamkeit sinnvoll geschult werden.
Im Zusammenspiel mit der Psychotherapie ist es gut und hilfreich, bei Bedarf, einige Aspekt der Kinästhetik zu vermitteln. Selbst kleine und scheinbar wenig aufwendige Neuerung oder Veränderung können eine große Wirkung nach sich ziehen.
Die Bedeutung der eigenen Bewegung spielt für Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung eine große Rolle.

„Ich bewege mich, also bin ich" (Antonio Alonso Cortés' 1866, spanischer Arzt)

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